Zweite verliert unglücklich gegen Bochumer SV

1565 4.0 : 2.0 SC Gerthe 46-Werne 2 1366
1
 
0.5 – 0.5
1657
2
1563
0 – 1
1595
3
1531
0.5 – 0.5
1486
4
1515
1 – 0
1296
5
1741
1 – 0
1236
6
1475
1 – 0
927

Bericht von Robin Wüllner

So ein Schachspiel kann auf viele Arten und Weisen entschieden werden, sei es Unkonzentriertheiten, Zeitmangel oder der absolute Wunsch zu gewinnen, der dann nach hinten losgeht. An diesem Spieltag zumindest gab es bei uns sechs unterschiedliche Wege dorthin und mit dem Endergebnis von 2:4 gegen uns seltener die erfreulichen.

Joachim spielte eine Art Londoner System, aber tauschte früh einen Läufer ab. Auch seinen zweiten Läufer stellte er dem Gegner zum Tauschen hin, diesmal für einen Springer. Jetzt musste Joachim seine Bauern verteidigen, aber er fand hier die richtigen Züge. Als sein Gegner dann Joachims Springer schlug, nahm er mit dem falschen Bauern wieder und ermöglichte seinem Gegner leider eine Springergabel mit Qualitätsgewinn. Jetzt setzte Joachim auf Angriff und opferte seine letzte Leichtfigur für den Königsangriff, aber sein Gegner konnte einen Zug später Joachim zum Tauschen zwingen und hatte dann im Endspiel mit seinem Turm als Vorteil keine Probleme. Wolfgang spielte gegen ein Italienisch und wählte früh die falsche Fortsetzung, was ihn zwar nur einen Bauern kostete, aber auch die Rochade verbaute. Sein Gegner konnte dann mit seiner Dame einen weiteren Bauern schnappen, ehe Wolfgang diese tauschte. Jetzt versuchte Wolfgang irgendwie Material aufzuholen, aber dadurch wurde es nur schlimmer und er verlor eine Qualität. Das Spiel ging noch einige Züge weiter, in denen Wolfgang zwar viel versuchte, sein Gegner den Vorteil aber überlegt ausspielen konnte und letztendlich gewann. In Daniels Partie drehte sich viel um den schwarzen König, der früh kurz rochierte und danach den h-Bauern mit Kh7 verteidigen musste. Als Daniel merkte, dass der Bauer nicht zu erobern war, griff er im Zentrum an und versuchte seine Figuren aktiver zu positionieren. Das gelang ihm aber nicht und kurz nach dem Damentausch einigte man sich auf ein Remis, wobei Daniel zwar aktiver stand, aber der Computer die Stellung für ihn als leicht schlechter bewertet.

Matthias spielte mit seinem Englisch gegen ein Königs-Indisch. In der Eröffnung passierte nicht viel, je ein Läufer und ein Springer wurden getauscht. Sein Gegner wählte dann aber ein verfrühtes f5, mit dem Motiv einen Springer zu gewinnen, nachdem Matthias hier geschlagen hatte. Aber auch die restlichen Bauern am Königsflügel fielen dadurch und so hatte Matthias massig Kompensation. Sein Gegner gab nun eine Qualität ab, um nur noch zwei Freibauern gegen sich zu haben, die er auch gut stoppen konnte. Danach wählte er eine Zugwiederholung, aus der Matthias nicht ohne Verluste rausgekommen wäre, um zumindest einen Mannschaftspunkt zu garantieren. Ich spielte gegen ein Englisch und wählte auch eine indische Variante. Mein Gegner besetzte also früh das Zentrum und ich versuchte am Damenflügel etwas zu gewinnen. Das konnte mein Gegner aber überlegt verteidigen und so stand ich im Mittelspiel recht eingeengt da. Da mein Gegner aber viel mehr Zeit für seine Züge brauchte, hatte ich zumindest hier einen Vorteil und wählte komplizierte Züge. Dabei aber verlor ich am Königsflügel die Sicherheit für meinen König und mein Gegner wollte das ausnutzen. Zum 30. Zug hin hatte er nur noch eine Minute auf der Uhr und ließ sich auf ein schwaches Qualitätsopfer ein. Dennoch musste ich jetzt viel verteidigen, mein Gegner stellte mit fast jedem Zug neue Drohungen auf. Dennoch konnte ich dem Druck standhalten und einen Bauern gewinnen und meinen Turm am Damenflügel stark auf der siebten Reihe platzieren. Einen Zug vor der Zeitkontrolle und frischen 30 Minuten unterlief meinem Gegner dann der entscheidende Patzer. Er griff einen meiner Bauern an, hatte aber nun den Weg zu seinem eigenen König entblößt und mir gelang es nach etwa drei Minuten, den Mattzug zu sehen. Robin wählte die Slawische-Verteidigung und tauschte in der Eröffnung früh drei Leichtfiguren, sodass er noch einen Springer gegen einen Läufer hatte. Dabei kam es zu einem Bauernverlust, aber insgesamt hatte Robin mit seinen Bauern mehr Raum erkämpft. Da die anderen Partien schon früh zu Ende gingen, war klar, nur ein Sieg würde der Mannschaft noch helfen, also bemühte sich Robin darum. Nachdem auch die Damen und einmal Türme getauscht worden waren, konnte Robin seinen König aktivieren und hatte sogar einen starken Freibauern. Sein Gegner gab einen Bauern ab, um Robins Bauern zu stoppen. Leider verpasste Robin beim Versuch das Feld davor zu erobern den Bauern zu decken. Sein Gegner spielte aber nicht sauber weiter. Hätte Robin hier die Figuren getauscht, hätte er wohl das entscheidende Tempo mehr gehabt, um die Partie zu gewinnen. Das erforderte aber viel Rechenarbeit und nach über drei Stunden in der Partie ist es von außen immer viel leichter gesagt. Bedauerlicherweise übersah Robin dann eine Turmgabel und hatte für einen neuen Freibauern den Springer abgegeben. Mit Dauerschach wäre die Partie noch ein Remis gewesen, aber da das ja nicht zum Punkt gereicht hätte, versuchte Robin sein Glück, aber verlor dann das Endspiel.

Nach dieser doch bitteren Niederlage, stehen wir zwar weiterhin auf dem fünften Platz in der Tabelle, haben aber genau wie die anderen vier Mannschaften unter uns zwei Mannschaftspunkte.

Da wir im Februar spielfrei haben, werden wir wohl weiter abrutschen. Im März kommt dann der Tabellenführer vorbei, aber das Spiel geht wieder bei null los.

Weihnachtsturnier 2025

Kreuztabelle im Schweizer-System nach der 5. Runde
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Punkte DiVerg
1 Quast,Marcel 2120 ** 1   1 1   1 1     5.0
2 Melmer,Felix 1940 0 ** 1 1   1   1     4.0 1.0
3 Meise,Ulrich 1792   0 **   1 1   1 1   4.0 0.0
4 Wüllner,Robin 1595 0 0   **   1 1     1 3.0
5 Löffelbein,Klaus 1753 0   0   **     1 1 1 3.0
6 Boost,Jürgen 1738   0 0 0   ** 1     1 2.0 1.0
7 Berghaus,Matthias 1657 0     0   0 **   1 1 2.0 0.0
8 Straetling,Daniel 1486 0 0 0   0     ** 1   1.0 1.0
9 Schulz,Robin 1296     0   0   0 0 ** 1 1.0 0.0
10 Schulz,Wolfgang 927       0 0 0 0   0 ** 0.0

Bericht von Marcel Quast

Mit leider nur zehn Teilnehmern haben wir letzten Freutag unser traditionelles Weihnachtsturnier im Schach960-Format gespielt. Bei fünf Runden mit 15 Minuten plus fünf Sekunden pro Zug hatten wir mehr oder weniger genug Zeit, uns mit den unbekannten Stellungen vertraut zu machen und interessante Motive zu finden. Bei weihnachtlichen Knabbereien sowie Punsch haben wir einen gemütlichen Abend verbracht, der auf den Brettern aber durchaus weniger gemütlich wurde, denn nicht eine einzige Partie endete mit einem Remis. Die entschiedenen Partien zeigen eine interessante Punkteverteilung in der Tabelle. Am Ende durften sich alle über köstliche Präsente freuen.

Ich hoffe im nächsten Jahr auf eine etwas größere Resonanz und verbleibe mit den besten Wünschen für die Feiertage und fürs neue Jahr.

Erste Mannschaft unterliegt in Kamen

1961 5.5 : 2.5 SC Gerthe-Werne 1 1870
1
2106
0 – 1
2120
2
2169
0.5 – 0.5
2005
3
2024
0.5 – 0.5
1940
4
2021
1 – 0
1809
5
1872
1 – 0
1792
6
1859
1 – 0
1799
7
1850
0.5 – 0.5
1738
8
1790
1 – 0
1753

Bericht von Marcel Quast

Mit ein wenig Verspätung kommt mein Bericht zur letzten Runde der Verbandsliga. Vor knapp zwei Wochen fuhren wir mit leeren Händen aus Kamen nach Hause, doch das hätte nicht unbedingt sein müssen. Schnell wurden zwei Partien remis gegeben. Sowohl Jürgen als auch Felix einigten sich mit ihren Gegnern früh auf die Punkteteilung. In den nächsten zwei Stunden folgten vier Niederlagen am Stück und damit auch schon der Verlust des Mannschaftskampfes. Yannis übersah eine taktische Pointe seines Gegners, nach der Materialverlust nicht zu vermeiden war. Klaus ließ die gegnerische Dame in seine Stellung eindringen und eine Figur aufsammeln. Als die Dame wieder in ihren eigenen Reihen war, hatte Klaus genug gesehen. Matthias hatte mit einer Fesselung auf seiner Grundreihe und einem potentiell schwachen Bauern zu kämpfen. Er fand keinen Weg, dem gegnerischen Druck standzuhalten und verlor auch Material. Ulis Niederlage war die schmerzvollste. Zwar stand er stets etwas schlechter und hatte im Mittelspiel auch einen Bauern weniger, doch sein Gegner spielte in der Folge zu unvorsichtig und spann sich in der Brettmitte ein eigenes Mattnetz. Statt eiskalt zweizügig zuzuschlagen, spielte Uli leider einen anderen Zug und verlor direkt Material.

In Bernds Partie kippte die Waage vermutlich zwischendurch hin und her. Zunächst dachte ich, dass sein Gegner nach der Eröffnung aktiver und besser stehen müsste, doch dann ließ dieser durch eine Fesselung eine Figur stehen. In der Folge gelang es Bernd nicht den Sack zuzumachen, besonders sein schwarzfeldriger Läufer fand einfach nicht ins Spiel. Der Kamener hielt der Mehrfigur mit einer imposanten Bauernkette gegen und konnte taktisch mit seinem Läufer einen Bauern gewinnen und weitere schwächen, sodass sich Bernd entschied in ein Endspiel mit zwei Leichtfiguren gegen einen Turm überzuleiten. Dieses wollte beide Parteien nicht zu Ende rechnen und auch nicht zu Ende spielen, sodass die Punkte geteilt wurden. Mein Gegner machte in einer zweischneidigen Eröffnung einen Fehler und geriet ins Hintertreffen. Ich konnte einen gesunden Mehrbauern mein Eigen nennen, den ich in einem Turmendspiel zum vollen Punkt verwerten konnte.

Im neuen Jahr geht es dann am 25. Januar gegen Brackel 3 weiter.

Knappe Niederlage gegen Annen

1387 2.5 : 3.5 SU Annen 3 1386
1
1657
1 – 0
1647
2
1595
1 – 0
1465
3
1486
0.5 – 0.5
1440
4
1296
0 – 1
1362
5
1358
0 – 1
 
6
927
0 – 1
1015

Bericht von Robin Wüllner

In einer hart umkämpften Begegnung musste sich die Zweite denkbar knapp (schon wieder) geschlagen geben. Eigentlich wollten wir gegen den Vorletzten der Tabelle punkten, aber schon nach gut drei Stunden war diese Hoffnung geplatzt. 

Dabei starteten wir sehr gut rein, Matthias spielte eine moderne Variante der Aljechin-Verteidigung und tauschte die Leichtfiguren mit Entwicklungsgewinn ab. Nachdem das dritte Leichtfigurenpaar vom Brett entfernt wurde, hätte Weiß meiner Meinung nach die Damen tauschen sollen. Da er dies aber versuchte zu vermeiden, konnte Matthias einen Bauern gewinnen und einen Turm bedrohen, sein Gegner spielte den nächsten Zug sehr schnell (vielleicht war der Damenzug davor schon entscheidend) und stellte die Dame weg. Als ihm das nach dem Drücken der Uhr auffiel, gab er auf. Reinhard und ich beendeten unsere Partien fast zeitgleich, wobei Reinhard mit seiner Französichen-Verteidigung leider nur das Nachsehen hatte. Sein Gegner nutzte die sehr passive Stellung klug aus und konnte früh einen Bauern im Zentrum gewinnen. Da Reinhards König exponiert war, scheute er sich auch nicht, ein temporäres Figurenopfer zu wagen. Er sollte damit recht behalten, denn wenige Züge später fiel Reinhards Dame für einen Turm, womit er dann aufgab. Ich hatte durch das abgelehnte Wiener Gambit früh ein starkes Zentrum und Entwicklungsvorsprung. Mein Gegner versuchte über asymmetrische Rochaden, wieder ans Spiel zu kommen, doch ihm fehlten schlicht zwei Tempi, sodass ich einen beinahe unaufhaltbaren h-Bauern rennen ließ. Dass mein Gegner diesen entfernen wollte, erschien nicht abwegig, aber ich konnte auf der offenen Linie meine Türme verdoppeln und drohte nun mindestens einen Turmgewinn.

Somit stand es zwar 2:1, aber an den anderen Brettern entwickelte es sich nicht gut für uns. Wolfgang spielte eine ruhige Eröffnung und tauschte früh seinen Läufer für einen Springer. Danach versuchte er am Damenflügel anzugreifen, aber sein Gegner konnte dem Druck gut ausweichen. Seinerseits attackierte er das Zentrum und konnte hier erst einen positionellen Vorteil erspielen und dann durch eine Fesslung Wolfgangs letzte Leichtfigur erobern. Das Endspiel mit Läufer mehr war dann einfach zu gewinnen. Daniel spielte die Slawische-Verteidigung und tauschte früh im Zentrum Leichtfiguren ab, sodass er gegen ein Läuferpaar spielen musste. Dann kämpften beide um die offene e-Linie und Daniel konnte hier zum Preis des Damentauschs den aktiveren Turm bekommen. Beim Versuch, den eigenen Springer ins Spiel einzubringen, wählte Daniel das falsche Feld, der gegnerische Läufer nahm und nachdem Daniel mit seinem Bauern zurückgeschlagen hatte, hatte der Gegner einen starken Freibauern. Der darauffolgende Zug war auch unglücklich, da sein Gegner den nächsten Bauern gewinnen konnte, und das Endspiel hier, so gut wie verloren war. Daniel kämpfte aber stark weiter, und weil sein Gegner es verpasste, die weit aufgerückten Freibauern am Damenflügel zu verteidigen und stattdessen tauschte, gab es hinterher doch noch ein Remis. Robin wählte den Trompowsky-Angriff, sein Gegner wollte aber nicht den Springer abtauschen und zog diesen weg. Robin entwickelte seine Figuren, aber sein Gegner wollte mit der Dame Druck aufbauen. Hier wählte Robin die falsche Fortsetzung, der Angriff auf die Dame war zwecklos, da sein Gegner nun durch eine Ablenkung einen Läufer gewann. Robin gelang dann am Damenflügel einen Freibauern bis auf die sechste Reihe zu bewegen. Als sein Gegner schlug, stand alles bereit für den Damengewinn, mit demselben Motiv der Ablenkung, das hatte Robin aber nicht gesehen und so konnte sein Gegner den Damentausch erzwingen und das Endspiel dann letztendlich auch gewinnen.

Damit haben wir die Winterpause mit nur zwei Zählern erreicht, ich wünsche allen Schachfreunden schöne Feiertage und einen positiven Jahresanfang, und uns im neuen Jahr das nötige Quäntchen Glück, dass wir auch die knappen Mannschaftskämpfe in etwas Zählbares umwandeln können. In der fünften Runde geht es dann weiter beim Bochumer SV.

Ankündigung Weihnachtsturnier

Am Freitag, den 19. Dezember, findet unser traditionelles Weihnachts-Schnellschach-Turnier in der Schach960-Variante statt. Es werden fünf Runden mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten plus 5 Sekunden pro Zug gespielt. Wie immer wird jeder Teilnehmer mit weihnachtlichen Köstlichkeiten beschenkt. Beginn ist um 19:30 Uhr.

Erste Mannschaft verliert unnötig ihr Heimspiel in Essen

1885 3.5 : 4.5 WD Borbeck 1 1987
1
2120
0.5 – 0.5
2062
2
2005
0 – 1
2058
3
1940
0.5 – 0.5
2012
4
1926
0 – 1
1998
5
1809
0.5 – 0.5
2007
6
1792
1 – 0
1897
7
1738
0 – 1
1877
8
1753
1 – 0
 

Bericht von Marcel Quast

Vorletzten Sonntag fand unser Heimspiel in Essen statt, da unser Spiellokal anderweitig belegt war. Danke an unsere Gegner, dass wir bei ihnen spielen konnten. Leider fuhren wir am Ende mit null Punkten nach Hause.

Volker missglückte die Eröffnung und er verlor früh seine Partie. Von Yannis' Partie bekam ich bis auf ein Remisangebot nicht viel mit. Nachdem er mich wie üblich benachrichtigte, gab es instantan Proteste der Borbecker, bevor ich überhaupt etwas sagen konnte, denn nach Ansicht unserer Gegner war es nicht erlaubt, den Mannschaftsführer zu fragen. Ich kannte es immer nur anders (der Mannschaftsführer darf gefragt werden, aber natürlich nicht das entsprechende Brett anschauen) und war etwas verwundert. Da wir die Frage schlussendlich nicht klären konnten und ich meistens eh sage, dass sie selbst entscheiden sollen, tat ich es auch hier. Später meinte ein von unserem Gegner telefonisch zur Rate gezogener Schiedsrichter, dass ich als Mannschaftsführer hätte gerügt werden müssen. Inzwischen habe ich unseren Staffelleiter angeschrieben und interessanterweise die Antwort erhalten, dass es rechtens ist, den Mannschaftsführer zu befragen. Jedenfalls nahm Yannis das Remisangebot an.

Jürgen hätte bei heterogenen Rochaden möglicherweise etwas Angriff erhalten können, allerdings war es dann sein Gegner, der im Angriff gewann. Uli bildete in der Eröffnung einen Freibauern, der sich im weiteren Verlauf als stark herausstellen sollte. Nachdem sein Gegner ungünstig weiterspielte, wurden aus dem einzelnen zwei verbundene Freibauern und ein voller Punkt. Bernd stand eigentlich optisch besser, ließ seinen Gegner aber nach und nach weiter ins Spiel kommen, bis dieser einen Angriff mit Turm und Läufer startete und dank eines Ablenkungsschachs mattsetzen konnte. Felix stand auch besser bis gewonnen, sein Gegner verteidigte sich allerdings vehement, bis nur noch zwei Türme auf Seiten Felix' gegen Turm Läufer und Bauer auf der anderen übrig blieben. Dies reichte nun nicht mehr zum Sieg. Im Gegensatz dazu musste ich um die Punkteteilung kämpfen. Nachdem ich in der Eröffnung zunächst ungünstig spielte und später eigentlich schon dachte, den Druck abgeschüttelt zu haben, zog mein Gegner die Schrauben noch einmal enger an. Allerdings konnte ich dann in der Folge in ein Turmendspiel mit einem Bauern weniger abwickeln, das leicht remis zu halten war.

Bei Klaus' Partie zeigte sich die Problematik, wenn ohne Schiedsrichter gespielt wird. Die beiden längsten Partien (Felix' und meine) wurden von beiden Mannschaftsführern gespielt, die beide auch wenig Zeit auf der Uhr hatten. So konnten wir bei einem Streitfall nur bedingt eingreifen. Zunachst gewann Klaus eine Qualität, die später in eine Mehrfigur umgewandelt wurde, wobei die Verwertung noch etwas Technik bedurfte. In der Folge ließ Klaus eine dreimalige Stellungswiederholung zu, doch anstatt korrekt zu reklamieren, spielte sein Gegner den entscheidenden Zug mit dem Kommentar, dass es remis sei, und drückte die Uhr. Danach spielte Klaus weiter und machte einen anderen Zug. So berichtete mir Klaus hinterher das Geschehen, denn ich bekam das nicht direkt mit, sondern nur die Diskussionen danach. Denn nach Hilfegesuchen von Klaus' Gegner und Eingreifen eines Mitspielers wurde die Uhr angehalten und auch ich kam kurz darauf hinzu. Da ich in dem Moment verstanden hatte, dass der Borbecker nach Klaus' letztem Zug die dreifache Stellungswiederholung reklamierte, sagte ich angesichts meiner knappen Zeit nur, dass sie dies im Nebenraum an einem anderen Brett überprüfen sollten. So geschah dies auch mit jeweils weiteren Spielern beider Teams. Dort wurde dann zwar festgestellt, dass im Zug davor eine dreimalige Stellungswiederholung vorlag, diese aber vom unerfahrenen Borbecker nicht korrekt reklamiert worden war. Richtig wäre es gewesen, den Zug zur dreifachen Stellungswiederholung aufzuschreiben, die Uhr anzuhalten und den Schiedsrichter (sprich die Mannschaftsführer) zu holen, sofern der Gegner nicht selbst zustimmen würde. Nach dem Berühren der Figur mit Zugabsicht besteht kein Anspruch mehr. Hier wurde der Zug ja sogar ausgeführt und die Uhr betätigt. Jedenfalls wollten die Borbecker danach diese Partie nicht mehr weiterspielen und ggfs. wegen der Remisnachfrage an Brett fünf zwischendurch auch Protest einlegen. Nach dem oben genannten Telefonat (maximal Rüge) und dem Mannschaftssieg der Borbecker wurde schließlich die Niederlage am achten Brett vom Mannschaftsführer akzeptiert.

Für uns geht es am 7. Dezember beim Tabellenführer SV Kamen weiter, der bislang als einziges Team alle drei Mannschaftskämpfe gewinnen konnte. Vielleicht gelingt uns da ja aber auch eine Überraschung, denn mutlos werden wir diese Reise nicht antreten.

Zweite verliert knapp in Linden

1552 3.5 : 2.5 SC Gerthe 46-Werne 2 1366
1
1718
0 – 1
1657
2
1690
0.5 – 0.5
1595
3
1639
0 – 1
1270
4
1481
1 – 0
941
5
1415
1 – 0
 
6
1368
1 – 0
 

Bericht von Robin Wüllner

Auch in dieser Runde spielten wir mit zwei Ersatzspielern aus der Dritten, Daniel durfte schon letzte Saison bei uns ran, aber Kjell half uns zum ersten Mal aus. Leider erwischte er keinen guten Tag und ließ früh in der Eröffnung die Dame in seine Verteidigung hinein. Nachdem Kjell dann auch noch die Dame für einen Springer, beim Versuch ein Schach abzudecken, verlor, gab es für ihn keine Chancen mehr in der Partie. Er kämpfte noch fast 20 Züge gegen das Schachmatt an, wobei sein Gegner es auch schon hätte früher finden können. Für Daniel lief es bedauerlicherweise auch nicht besser. Er spielte gegen ein Caro-Kann und tauschte auf d5 die Bauern, übersah, dass die Dame den Bauern noch deckte und stellte den Springer ein. Jetzt wollte er natürlich Kompensation für seine Figur holen und griff die Dame an, die konnte aber, ehe sie getauscht wurde, noch einen Läufer erobern. Auch hier war damit die Partie entschieden, aber auch Daniel versuchte noch seinen Gegner zu überlisten und einen Bauern umzuwandeln. Dies klappte aber nicht und so stand es früh 0:2 gegen uns.

Wolfgang bekam es mit einem Königsgambit zu tun und nahm den geopferten Bauern. Sein Gegner spielte die Theorie nicht ganz sauber, aber da Wolfgang lieber in die Offensive ging, konnte er den Bauern zurückholen. Im Mittelspiel versuchten beide einen Vorteil zu erwirken, allerdings ohne Erfolg und so kam es zu einem Endspiel mit jeweils sechs Bauern und einem Turm, wobei Wolfgang einen Läufer für einen Springer hatte. Diesen verlor er aber dann durch einen schönen Kombinationsangriff mit mehreren Schachs der gegnerischen Figuren. Kurz darauf gab Wolfgang auf. Matthias spielte ein Englisch, in der Vier-Springer-Variante. Er hätte in der Eröffnung einen Bauern gewinnen können, hatte aber stattdessen im Zentrum einen großen Raumgewinn. Nachdem beide Türme getauscht wurden, hatte Matthias noch das starke Läuferpaar und konnte einen Bauern gewinnen. Dann sorgte er dafür, dass sein Gegner paralysiert war und tauschte die Damen, um mit seinem unaufhaltbaren Freibauern zu gewinnen.

Ich lief mit meiner Pirc-Verteidigung in die Eröffnungsfalle meines Gegners und musste viel Zeit opfern, um irgendwie in der Partie zu bleiben. Mein Gegner opferte seinen Läufer für einen Bauern und einen Turm, aber sein Springer war eingesperrt. So begann der Kampf um den Springer, bei dem mein Gegner die Figur nicht hergeben wollte. Er hätte einen weiteren Bauern nehmen, oder die Qualität wieder hergeben können, um immer noch besser zu stehen, patzte aber, sodass ich plötzlich mit dem Läuferpaar besser war. Leider kam mir die Idee am Königsflügel mit den Bauern loszustürmen nicht und da mein Gegner mit seinen Türmen die offenen Linien besetzt hatte, bot ich Remis an. Robin spielte den Trompovsky-Angriff und wurde früh mit seinem Läufer zurückgedrängt. Robins Gegner wählte die asymmetrische Rochade und war dann einem Bauernansturm am Damenflügel ausgesetzt. Hier fand Robin einen schönen Bauerngewinn, sein Gegner konnte die Figur nicht zurücknehmen, da sonst die Dame aufgespießt wäre. Robins Springer war aber noch nicht fertig und kam mit zwei Schachs in die gegnerische Verteidigung und schickte den König wieder weg vom Damenflügel. Eigentlich sah die Stellung hier klar gewonnen aus, aber sein Gegner hatte noch mehrere Tricks auf Lager und entkam Robins Drohungen zunächst und er konnte sogar noch Robins König bedrohen, mit seinen Bauern. Dann aber drohte Robin die letzte starke Figur zu gewinnen und sein Gegenüber akzeptierte die Niederlage.

Am siebten Dezember geht es dann für uns weiter gegen Annen, hier brauchen wir wieder Punkte, um in der Tabelle nicht nach unten abzurutschen. Die Mannschaften hinter uns haben schon ihre spielfreien Runden hinter sich und könnten dann an uns vorbeiziehen.

Zweite verliert Heimspiel gegen Günnigfeld

1400 2.5 : 3.5 SV Günnigfeld 3 1440
1
1657
0 – 1
1572
2
1596
0.5 – 0.5
1549
3
1270
0.5 – 0.5
1517
4
1358
1 – 0
1378
5
1512
0 – 1
1263
6
1004
0.5 – 0.5
1358

Bericht von Robin Wüllner

Schon im letzten Jahr hatten wir unsere Probleme gegen die starken Günnigfelder und auch diesmal konnten wir nichts Zählbares herausholen. Das Ergebnis hätte auch noch deutlicher ausfallen können, dennoch haben wir uns mit zwei Ersatzspielern aus der Dritten gut geschlagen.

Den Anfang machte Raphael, er wählte ein klassisches Italienisch und bekam am Damenflügel einen Raumvorteil. Sein Gegner wollte diesen eindämmen und zog einen Bauern zu offensiv, diesen konnte Raphael dann gewinnen und einen Turm tauschen. Den darauf angebotenen Damentausch akzeptierte sein Gegner. Die Stellung schien zwar besser für Raphael, aber als die meisten Leichtfiguren vom Brett waren, gab es doch keinen klaren Gewinnweg mehr und so einigte man sich auf ein Remis. Andreas wählte genau wie sein Gegner einen Königsindischen Aufbau und so spielten sie 16 Entwicklungszüge, ohne etwas vom Brett zu entfernen. Jetzt explodierte die Stellung aber, Andreas stand leicht besser und versuchte den gegnerischen Läufer einzusperren. Sein Gegner aber opferte einfach seinen Springer, welchen Andreas aber richtigerweise nicht schlug, da hier die Dame seinen König stark bedroht hätte. Beim Versuch eine Gegendrohung aufzubauen, übersah er leider noch einen Zwischenzug und hatte dann mit einer ganzen Qualität weniger keine Chancen mehr und gab auf. Matthias wählte auch die Königsindische-Verteidigung und hatte früh am Damenflügel einen starken b-Bauern. Er tauschte die Figuren und hatte dann eine leicht passive Stellung, aber einen guten Blick auf die a-Linie. Sein Gegner sah sich gezwungen, am Königsflügel zu kontern und konnte die letzten Leichtfiguren abtauschen. Beim Versuch eines Bauerngewinns nutzte Matthias eine Fesselung aus, übersah aber dann leider ein Zwischenschach und hatte dann mit einem Turm weniger keine Chancen mehr. 

Robin S. wählte Caro-Kann und tauschte früh die weißfeldrigen Läufer. Als sein Gegner dann mit seinem anderen Läufer einen Springer fesselte, wollte er einfach herauslaufen, das kostete ihn aber einen Zentrumsbauern und die schlechte Bauernstruktur am Königsflügel. Danach verteidigte Robin stark sein geschwächtes Zentrum und drohte dann sogar kurz Matt. Beim Versuch, die Damen vom Brett zu bekommen, gab Robins Gegner nun fast seinen ganzen positionellen Vorteil wieder ab und nahm dann in Zeitnot das Remisangebot von Robin an. Damit stand es also 1:3 und die letzten beiden Partien sahen zu dem Zeitpunkt sehr umkämpft aus. Reinhard hatte in seiner Eröffnung gegen ein Grünfeld-Indisch Probleme seine Leichtfiguren zu entwickeln und deswegen einen leichten Nachteil. Allerdings wählte dann sein Gegner einen ungenauen Bauerntausch und hatte dann einen Isolani im Zentrum und beim Kampf um diesen bekam Reinhard dann seine Figuren auf stärkere Felder. Nun konnte Reinhard die offene c-Linie ausnutzen und vorteilhaft die Damen (und andere Figuren) tauschen. Mit dem aktiveren Turm war es dann nur eine Frage der Zeit, bis er die gegnerischen Bauern eroberte und die Stellung zum Sieg ummünzte. Ich kam mit meinem Wiener Gambit gut ins Mittelspiel, aber da mein Gegner solide verteidigte, hatte keiner von uns einen richtigen Vorteil. Ich tauschte zwei Leichtfiguren und wurde dann von meinem Gegner zum Damentausch forciert. Danach hätte ich die bessere Position gehabt, aber ein Zug ohne Notwendigkeit gab das Heft des Handelns an meinen Gegner ab. Der konnte einen Bauern von mir gewinnen, aber jetzt hatten wir beide gefährliche Freibauern. Ich dachte, ich könnte ein Dauerschach erzwingen (rechnete die Stellung schlechter zu meinen Gunsten als sie wirklich war), übersah aber einen kritischen Zug und war im Turmendspiel angekommen gegen zwei verbundene Freibauern. Meine Gegendrohungen wehrte mein Gegner erfolgreich ab, er hatte dann aber Probleme seinen Vorteil in den Sieg umzuwandeln, sodass es am Ende doch Remis gab.

Im November haben wir dann unser erstes richtiges Auswärtsspiel gegen Linden-Dahlhausen, dann können wir es wieder besser machen.